Die einzige deutsche Insel, die zugleich auch Polen gehört, liegt an der Ostsee vor dem Stettiner Haff, und ist eines der beliebtesten Reiseziele der deutschen Inlandtouristen. Die bekannteste Stadt der Insel trägt den gleichen Namen, Usedom, ist aber nicht die größte Gemeinde der Insel. Sehenswert in der Stadt Usedom ist das mittelalterliche Stadttor und der Schlossberg. Die 2000 Einwohner große Stadt hat außer den bemerkenswerten Stränden aber weiter nichts Nennenswertes zu bieten. Viel interessanter ist das Ostseebad Zinnowitz. Das renovierte und gut ausgestattete Seebad ist eines der attraktivsten der Insel und mit Sicherheit das Beliebteste. Bemerkenswert sind die eleganten Häuser, die in sogenannter Bäderarchitektur gebaut wurden, die dem Ort ein besonderes Flair verleihen. Einen wundervollen Blick aufs Meer hat man hier von der 1993 vollendeten 300 Meter langen Brücke. Am breiten Strand kann jeder Tourist gemütlich die gesunde Seeluft genießen. Eine noch längere Seebrücke als die in Zinnowitz ist in Heringsdorf zu finden. Diese Seebrücke ist aber nicht nur die längste auf Usedom sondern in ganz Deutschland. Heringsdorf ist zugleich das älteste Seebad der Insel, obwohl es seine Geschichte als unbekanntes kleines Fischerdorf begann. Erst 1879 wurde es offiziell als Ostseebad anerkannt, obwohl es seit 1825 als solches fungierte. In diesem Badeort sammelte sich die gesamte Berliner Elite, und das eingeflossene Geld hat offensichtliche Spuren hinterlassen. Man trifft hier auf unzählige luxuriöse Villen und Hotels, in kaiserzeitlichen Bäderarchitektur gebaut. Heringsdorf ist das Zentrum der Eleganz und des Reichtums auf der Insel Usedom.