Wellness- und Entspannungsurlaub auf Usedom

23. Februar 2010

Mit seinen kilometerlangen weißen Sandstränden, dem milden Seeklima und seinem natürlichen Angebot gilt Usedom als Wohlfühlparadies ersten Ranges und stellt eines der deutschlandweit beliebtestes Urlaubsziele für Wellnessreisen dar. Ähnlich vergleichbar ist nur ein Ferienhaus Frankreich Urlaub in der Normandie. Die naturräumlichen und heilklimatischen Faktoren der beliebten Insel Usedom bieten in Verbindung mit den landschaftlichen Reizen die optimalen Gegebenheiten für einen ganzheitlichen Wellness- und Entspannungsurlaub an der Ostsee. Mit zahlreichen Sonnenstunden im Jahr ist Usedom die sonnenreichste Urlaubsregion Deutschlands und daher auch als Sonneninsel bekannt. Durch das milde Klima und natürliche Zusammenspiel von Sonne, Wind und Wasser werden gesundheitsfördernde und heilwirksame Kräfte freigesetzt, die das Immunsystem stärken, Energie im Körper freisetzen, den Stressabbau fördern und das allgemeine Wohlbefinden steigern. All diese Faktoren verleihen Usedom den wohlverdienten Titel als Wellnessinsel der Osteeküste.

Mit einer Vielzahl an zertifizierten Wellnesshotels erster Güte verfügt die Insel über ein ausgezeichnetes abgeleitetes touristisches Angebot im Hotelleriebereich. Usedom verzeichnet sogar Deutschlands dichtestes Netz an Wellnesshotels. Mehr als 15 vom Deutschen Wellnessverband ausgezeichnete Hotels bieten ein umfangreiches Angebotsspektreum auf höchstem Qualitätsniveau für den gesundheitsbewussten Gast. Das Angebotsspektrum der Usedomer Wellness-Hotellerie umfasst mit mehr als 1.000 Anwendungen die gesamte Palette der Beauty- und Wellnessangebote von A bis Z, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf regionale Therapien und Anwendungen gelegt wird. Zur Wellness-Angebotspalette zählen Fußreflexzonen-Massagen, Hot-Stone-Massagen, Aqua-Therapien bis hin zu Rhassoul und Reiki und vieles mehr. Auch finden Sie viele günstige Ferienunterkünfte auf der Insel Usedom. Ein Urlaub auf Usedom ist also mit zahlreichen Angeboten verbunden. Insbesondere für die Kneipp- und Thalasso-Therapie ist die Ostseeinsel bekannt und dank Ihres natürlichen Angebotes optimal geeignet. Usedoms Wellness-Hotels bieten in Verbindung mit vielfäligen Outdoor-Aktivitäten wie Nordic-Walking, Klimawanderungen, Qi Gong, ausgiebigen Spaziergängen etc. und einer gesunden, reichhaltigen Ernährung ein ganzheitliches Angebotsprogramm für einen Wellnessurlaub für Körper, Seele und Geist. Um dem derzeitig überdurchschnittlichem Qualitätsniveau standhalten zu können, wird in den Usedomer Wellness-Hotels ein besonders starkes Augenmerk auf die kontinuierliche professionelle Weiterbildung und Schulung der Mitarbeiter gerichtet.
Das Event des Jahres sind die Usedomer WellnessTage, die mit zahlreichen Fachvorträgen und Themenabenden jährlich von Mitte November bis Mitte Dezember auf der Insel stattfinden.
Vor allem die Seebäder Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck laden zum erholsamen Wellnessurlaub an der Ostsee ein.

Die Urlaubsinsel Usedom im 20. Jahrhundert

4. November 2009

Während des Zweiten Weltkriegs befanden sich in Peenemünde auf Usedom viele militärische Einrichtungen. Im Norden der Insel lag zum Beispiel die Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Diese war ein Testgelände für Raketen, die 1938 um die Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West erweitert wurde. In Swinemünde existierte außerdem ein Marinestützpunkt.

Diesen Anlagen galten die Luftangriffe der Allierten in den Jahren 1943 bis 1945. Der Angriff auf Swinemünde 1945 führte zu zahlreichen Opfern unter sich dort stauenden Flüchtlingen. Man setzte sie in Massengräbern auf dem Golm, direkt an der heutigen Grenze, bei. Dort befindet sich heute eine Gedenkstätte. 2005 eröffnete die Deutsche Kriegsgräberfürsorge hier eine internationale Jugendbegegnungsstätte.

Auf der Potsdamer Konferenz wurde beschlossen, Swinemünde der polnischen Verwaltung zu unterstellen. Die Übergabe erfolgte im Oktober 1945 im Beisein von Vertretern der sowjetischen Besatzungsmacht. Im Jahre 1950 erkannte die DDR und 1990 auch das wiedervereinigte Deutschland die neue Grenze an.

Im Zeitraum von 1945 bis 1952 bestand der deutsche Teil der Insel als Kreis Usedom in der Sowjetischen Besatzungszone weiter. Der Sitz der Kreisverwaltung war von 1945 bis 1946 Bansin und danach Ahlbeck. Dorthin war bereits im Oktober 1945 die sowjetische Kreiskommandantur verlegt worden. Mit der Verwaltungsreform von 1952 entstand aus dem Kreis Usedom und Teilen des angrenzenden Festlandes der neue Kreis Wolgast. Der Sitz der Kreisverwaltung wurde in die gleichnamige Stadt gelegt. Dieser Kreis bestand bis 1994. Dann wurde er im Zuge einer Kreisgebietsreform mit den Kreisen Anklam und Greifswald zum Landkreis Ostvorpommern zusammengeschlossen. Dieser hat seinen Verwaltungssitz in der Stadt Anklam.

Der Tourismus blieb nach dem Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Wirtschaftszweig. 1953 wurden die Besitzer der meisten privaten Hotels und Pensionen enteignet. Volkseigene Betriebe, der Feriendienst des FDGB und staatliche Einrichtungen der DDR übernahmen die Unterkünfte.

Viele Bewohner der Ostseeinsel fanden Arbeit im Großbetrieb Peenewerft Wolgast. In der Zeit der DDR erledigte dieser vor allem Rüstungsaufträge. Darüber hinaus war das Militär ein bedeutender Arbeitgeber. Im Norden von Usedom übernahm die NVA die alten Militäranlagen in Peenemünde und Karlshagen von den Sowjets. Aus diesen wurde ein Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Es gab zudem Einheiten der Nationalen Volksarmee in Pudagla und der Roten Armee in Garz. Nach 1990 löste man alle Armeestandorte auf.

Hauptwirtschaftsfaktor ist seit 1990 der Fremdenverkehr. Insbesondere in alten Badeorten wird mit Reminiszenzen an die Vergangenheit vor 1933 geworben. So werden beispielsweise Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf als Kaiserbäder bezeichnet.